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Best Practice Österreich: Umwelttechnik für hochrangige Delegationen im Fokus

04.06.2010

Exportgeschäft durch Netzwerke und Kommunikation stärken


  • Hochrangige VertreterInnen aus Serbien und Belarus in Österreich
  • Dialog soll Exporte von Umweltwirtschaftsgütern und Know-How fördern
  • Ausländische Delegationen vom Cleantech Standort Österreich beeindruckt
Mödling, (ACT – Austrian Clean Technology, 01. Juni 2010) – Im Rahmen der Zusammenarbeit mit ACT-Netzwerkpartnern und der Außenwirtschaftsorganisation der WKÖ brachte sich das Kompetenzzentrum vergangene und diese Woche in Gespräche mit Delegationen aus Serbien und Belarus ein. Grundtenor der Unterredung, so Mag. Florian Beer, derzeit Geschäftsführer von ACT: „Wir möchten die österreichische Umweltwirtschaft und ihre Position im Ausland zusätzlich stärken. Bereits heute werden zwei von drei Cleantech Euro auf den Exportmärkten erwirtschaftet. Die Kontaktpflege und das Netzwerken mit den VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft tragen dazu bei, Produkte und Services der Umweltwirtschaft made in Austria auch weiterhin erfolgreich zu positionieren.“

Serbien: Erneuerbare Energie bietet Perspektiven
Am 27. Mai 2010 konnten sich VertreterInnen der autonomen Provinz Vojvodina über den Stand der österreichischen Abfallwirtschaft informieren und sich zudem ein umfassendes Bild der heimischen Umwelttechnik machen. Besonders interessiert zeigte sich die serbische Delegation an „waste to energy“ Lösungen. Beer dazu: „Österreich ist tonangebend bei waste to energy. Ein Drittel der heimischen Abfälle wird zu Energie verwandelt. So zeigen beispielsweise die MVA Spittelau, das Reststoffkraftwerk Linz oder Initiativen in Lenzing und Frohnleiten, dass diese Technologie ein wichtiger Schritt ist, bei der Müll nicht nur vermindert, sondern auch Energie daraus gewonnen werden kann.“ Serbien bezieht, nach Schätzungen im Auftrag der EBRD, derzeit einen Großteil seiner Energie aus Wasserkraft und aus kalorischen Kraftwerken basierend auf Öl und Kohle. Auch Einspeisetarife für erneuerbare Energien sind bereits etabliert worden. Die serbische Regierung will damit bis zum Jahr 2012 ihren erneuerbaren Energieanteil erhöhen.

Betreiber unterschiedlicher Umwelt- und Energietechnologien können in Serbien mit nachstehenden Einspeistarifen (elek. Strom) rechnen:
  • Kleinwasserkraftwerke: zwischen 7.8 and 9.7 Euro Cent
  • Biomasse Anlagen – zwischen 11.4 and 13.6 Euro Cent
  • Biogas – zwischen 12 and 16 Euro Cent
  • Gas aus Abwasserbehandlungsanlagen und Deponiegas – 6.7 Euro Cent
  • Windparks – 9.5 Euro Cent
  • Solarkraft Anlagen – 23 Euro Cent
  • Geothermische Anlagen – 7.5 Euro Cent
  • Kraftwärmekopplungsanlagen: zwischen 7.6 and 10.4 Euro Cent
  • Müllheizkraftwerke: zwischen 8.5 and 9.2 Euro Cent.

Belarus: Energieeffizienz und Biomasse am Vormarsch
Im Rahmen des AWO-Forum Belarus am 31. Mai 2010 konnten sich interessierte Unternehmer und Vertreter unterschiedlicher Institutionen über das Wirtschafts- und Investitionspotenzial von Belarus informieren. Wie Zahlen zeigen, lag das österreichische Exportaufkommen im Jahr 2008 bei rund 142 Mio. EUR, vorläufige Zahlen für 2009 zeigen einen Rückgang um 11 %, auf 126.4 Mio. EUR. Der Besuch der hochrangigen Delegation wurde von der Abhaltung der "Österreichisch-Belarussischen Gemischten Kommission für die bilateralen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen", unter Leitung von Vize-Außenminister Valerij Voronetskij begleitet. ACT konnte sich unter anderem in Gespräche mit dem stellvertretenden Präsident der Handels- und Industriekammer der Republik Belarus Mikalai Sakhar sowie mit Vertretern der Gesellschaft für Österreichisch-Belarussische Beziehungen einbringen.

Im Bereich der Umwelt- und Energiepolitik ist Belarus durch eine merkliche Energieimportabhängigkeit gekennzeichnet. Die Regierung in Minsk hat daher mehrere ambitionierte Pläne ins Leben gerufen, um die Energieversorgung zu diversifizieren, die Energieeffizienz zu verbessern und Nachhaltigkeit zu leben. Für die Regierung steht fest: “Target electricity and heat provision program for achieving at least 25% of industrial production with the use of local types of fuel and alternative sources of energy by the year 2012". Zusätzlich möchte die Regierung bereits 2010 den Energieverbrauch gemessen am BIP um ein Drittel senken.

Bereits 2009 wurden substanzielle Investments gesetzt, die unter anderem die Errichtung von drei Wasserkraftwerken, mehrere Biomasse Anlagen, KWK-Kraftwerke und die Installierung von 2.400 Windturbinen vorsehen. In den südlichen Städten Mozyr und Bobruisk werden Biotreibstoffproduktionsstätten errichtet, die rund 650 Millionen Liter Bioethanol im Jahr erzeugen sollen.

Nähere Informationen:
http://portal.wko.at/wk/format_liste.wk?dstid=0&sbid=378&ttid=1&group=awo

(Schluss)


Rückfragehinweis:
Mag. Florian Beer
ACT - Austrian Clean Technology
Guntramsdorferstraße 103, A-2340 Mödling
t:   +43 (0) 2236 / 8002 - 6002
m: +43 (0) 664 / 96 44 079
f:   +43 (0) 2236 / 8002 - 6000
e:  florian.beer@act-center.at
h:  www.act-center.at