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Grüner Arbeitsmarkt 2010: Herausforderungen meistern

14.05.2010

Arbeitsmarktkonferenz, Job Tage und Ausbildungsprogramme leisten Beitrag zu grünem Wachstum

Quelle: © Christina Bieber / PIXELIO, www.pixelio.de


  • Gemeinsame Arbeitsmarktkonferenz Österreich/Ungarn setzt Impulse
  • Green Jobs Tage in Graz präsentieren neue Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Neue, grüne Jobprogramme starten im Sommer und Herbst 2010
Mödling/Graz/Szombathely, (ACT – Austrian Clean Technology, 14. Mai 2010) – Jeder zwanzigste Job in Österreich ist bereits in der Umweltwirtschaft zu finden. In Summe sind über 185.000 Personen im Cleantech-Bereich beschäftigt. Im Rahmen einer österreichisch-ungarischen Arbeitsmarktkonferenz, die vom 05.-06. Mai 2010 in Szombathely abgehalten wurde, tauschten sich daher ExpertInnen über die Beschäftigungsmöglichkeiten im neuen, grünen Wirtschaftssegment aus. Unter den zahlreichen hochkarätigen ExpertInnen nahmen auch Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer und sein ungarischer Amtskollege Làszló Herczog zu den Herausforderungen an die zukünftige Arbeitsmarktpolitik Stellung.

Umweltwirtschaft: Nachfrage nach qualifizierten MitarbeiterInnen steigt

Die Bedeutung der Umweltwirtschaft dokumentiert sich im Vergleich mit anderen Wirtschaftszweigen. Denn die Zahl der österreichischen Green Jobs ist mittlerweile so hoch wie die der Beschäftigten der Bereiche Gastronomie und Beherbergung. Setzt sich der positive Trend fort, rechnet man bis 2020 mit bis zu 100.000 neuen Green Jobs.
Wie Erhebungen von ACT zeigen, sucht die Branche vor allem Personen mit Abschlüssen berufsbildend höherer Schulen (HTL), gefolgt von technischen UniversitätsabsolventInnen und Fachhochschul-AbgängerInnen. Ebenso werden Personen mit Lehre und einer FacharbeiterInnenausbildung nachgefragt. „Aufgrund der positiven Aussichten für die Cleantech-Branche sucht eine Vielzahl unterschiedlicher Technologiebereiche nach qualifiziertem Personal. Der Bogen spannt sich dabei von der Solarthermie und Photovoltaik, bis hin zum Abfall- und Windkraftbereich,“ berichtete MMag. Florian Brence, bei ACT für den Qualifizierungsschwerpunkt verantwortlich, im Rahmen seines Kongressreferates. „Unsere Befragungen ergeben auch, dass gerade im Bereich der Gas-Wasser-Heizungs-Installateure hohe Nachfrage nach Fachkenntnissen bei der Installierung unterschiedlicher Komponenten von Photovoltaik- und Solarthermie-technologien herrscht,“ so Brence in Szombathely. Neben der Schaffung und Sicherung neuer, grüner Beschäftigungsverhältnisse ist es dem Kompetenzzentrum Umwelt- und Energietechnologie ebenso ein Anliegen, über die Fragen der Gestaltung der Arbeitsplatzbedingungen in den Dialog zu treten.

Graz: Cleantech-Perspektiven für StudentInnen

Weitere Qualifizierungsschwerpunkte setzt ACT in Kooperation mit AIESEC, einer Plattform, auf der Studierende ihre Potenziale entdecken und weiterentwickeln können. Im Rahmen der Career Days Graz vom 17.-18. Mai 2010, bekommen interessierte StudentInnen die Chance, mit Unternehmen in Kontakt zu treten und ihre Karrierechancen weiter zu verbessern. Seit ihrer Gründung 1948 verfolgt die AIESEC ein klares Ziel: Die Ausbildung von verantwortungsbewussten jungen Führungspersönlichkeiten, die heute und in ihren zukünftigen Positionen einen Beitrag zur positiven Gestaltung der Gesellschaft leisten. ACT ist mit seiner digitalen Cleantech Karriereplattform www.act-karriere.at in Graz vertreten, möchte junge StudentInnen an die heimische Umweltwirtschaft heranführen und sie für eine zukunftsträchtige Branche begeistern. Einen besonderen Fokus setzt ACT dabei auf Frauen. Mit dem ACT-Mentoring Programm sollen weibliche Studenten insbesondere an Umwelt- und Energietechnologien herangeführt werden, um ihre Expertise einbringen zu können. Das Mentoring Programm setzt sich zum Ziel „Chancengleichheit und die Gender-Thematik im Bereich der Umwelt und Energie-Technologiebranche“ zu etablieren und wird dabei vom FEMtech-Programm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert.

ACT-Jobprogramme: Landwirtschaft und Thermische Sanierung im Blickpunkt

Im Sommer startet die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik gemeinsam mit ACT, den Lehrgang Erneuerbare Energie in der Landwirtschaft für BeraterInnen und LehrerInnen im landwirtschaftlichen Bereich sowie interessierte VertreterInnen aus Gemeinden. Vor allem für den ländlichen Raum sollen hier zusätzliche Impulse durch Umwelt- und Energietechnologie gesetzt werden.
Ebenso setzt ACT, gemeinsam mit Partnern aus dem Bildungs- und privatwirtschaftlichen Bereich (HTL-Mödling und SOLAR4YOU), das Pilotausbildungsprogramm „Thermischer Sanierungstechniker im Baugewerbe“ auf. Der Zielgruppenfokus liegt auf Personen, die in der Baubranche oder verwandten Branchen tätig sind bzw. Personen, die über eine entsprechende Ausbildung verfügen und sich im Fachbereich thermisch-energetische Sanierung weiterbilden wollen. Damit möchte ACT einen Beitrag zur Anhebung der thermischen Sanierungsrate bestehender Gebäude von derzeit 1 % auf jährlich 3% pro Jahr leisten. Zusätzlich sollen Impulse für die diskutierten Ansätze zur Weiterführung des 2009 von der Bundesregierung initiierten Förderprogramms zur thermischen Sanierung geleistet werden. Der Einsatz der 100 Mio. Euro an Fördergeld hat, nach Berechnungen des WIFO, Investitionen von rund 650 Mio. Euro ausgelöst, während gleichzeitig rund 7.000 Arbeitsplätze gesichert wurden.


Mehr Informationen unter:


http://www.careerdays.at/de/graz/


http://www.act-karriere.at/de/servicebox/Veranstaltungen.php


http://www.act-karriere.at/de/ueber_uns/Aus_Weiterbildngsprogramme.php


(Schluss)


Rückfragehinweis:
Mag. Florian Beer
Unternehmenssprecher
ACT - Austrian Clean Technology
Guntramsdorferstraße 103, A-2340 Mödling
t:   +43 (0) 2236 / 8002 - 6004
m: +43 (0) 664 / 96 44 079
f:   +43 (0) 2236 / 8002 - 6000
e:  florian.beer@act-center.at
h:  www.act-center.at